AKTUELLES

25.03.2021

Preisänderungen in der Verpackungsbranche

Das Jahr 2020 war voll von Herausforderungen und Unsicherheiten. Wirtschaftliche Konsequenzen der Pandemie und die damit zusammenhängenden Verwirrungen auf dem Markt sind für die Vertreter von verschiedenen Branchen deutlich zu spüren (und in einer kurzfristigen Perspektive wird sich das nicht ändern). Änderungen und schwierige Entscheidungen sind auch in der Verpackungsbranche präsent. In Anbetracht solcher Probleme hat die Akomex-Gruppe ständig ihre Produktionsprozesse optimiert. Die Akomex-Gruppe ließ dadurch ihre Kunden die Preiserhöhungen, die sich aus zahlreichen, globalen Faktoren ergeben, nicht merken. Heute ist die Firma in Anbetracht der dynamischen Situation auf dem Markt gezwungen, die Preislisten zu modifizieren.

Analyse der Ursachen

Die Analyse der Ursachen der Preissteigerung der Verpackungen ist kompliziert nicht nur auf Grund der Spezifik der Branche und der Komplexität des Marktes. In einem langen Zeitraum haben wir uns bemüht, die Preissteigerung aus eigenem Budget zu kompensieren und wollten unsere Kunden in diesen schwierigen Umständen unterstützen. In Anbetracht der ständigen Steigerung der Produktionskosten (Rohstoffe, Währungskurse, Transport, Hilfsstoffe, elektrische Energie, Lohnkosten) sind wir heute gezwungen, unsere Preise zu korrigieren. Es ist eine unangenehme Konsequenz, die wir abwickeln müssen, wenn wir gewaltige Störungen innerhalb der Lieferkette vermeiden wollen – so Grzegorz Łajca, Geschäftsführer der Akomex-Gruppe.

Altpapierpreise gingen nach oben 

Einer der Hauptfaktoren der Steigerung der Preise von Verpackungen ist die Preissteigerung vom Altpapier-Rohstoff, der seit August 2020 zu beobachten ist. Aus dem aktuellen Wert von beinahe 160 EUR pro Tonne resultiert bei wesentlichen Schwankungen von Euro-Kurs nicht nur die Steigerung des Wertes der Pappe, sondern auch Probleme mit derer Verfügbarkeit. Dies wird auch durch eine dynamische Steigerung der Tonnage des im letzten Jahr nach China exportierten Rohstoffs beeinflusst. Laut unabhängigen Quellen sollen im Jahr 2021 2 Mio. Tonnen Rohstoff nach China exportiert werden. Leider wird es in der Zukunft nicht besser aussehen. Daraus wird sich die nächste Welle der Preiserhöhungen ergeben, die bereits im Zusammenhäng mit einer weiteren Preissteigerung des grauen Altpapiers in Deutschland verkündet wird.

Papierfabriken modifizieren die Preise

Zellulose-Papierfabriken fangen an, zwei Sachen zu verkünden. Erstens spricht man von verlängerten Lead Times für die Produktion der Rohstoffe. Zweitens – es werden die ersten Informationen über Preiserhöhungen von hochqualitativen Rohstoffen übermittelt (GC2, GC1). Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass die Papierfabriken angefangen haben, unsere Projektpreise in Anbetracht der radikalen Steigerung der Preise von Altpapier zu korrigieren, obwohl wir ein großer Hersteller sind. Bis jetzt waren diese Preise relativ konstant und nachhaltig. Unsere Priorität ist es, die Kontinuität der Lieferkette sicherzustellen, deswegen müssen wir demütig diese Änderungen einführen – so Grzegorz Łajca, Geschäftsführer der Akomex-Gruppe.

Unsererseits bemühen wir uns die Aufträge unserer Kunden unter Einsatz von alternativen Rohstoffen (wir wählen dabei die Rohstoffe aus den von Ihnen freigegebenen Rohstoffen aus) oder von nicht optimalen Formaten zu realisieren – was auch einen Einfluss auf einen höheren Preis des Produktes hat – setzt er ergänzend fort.

Nicht ohne Bedeutung bleibt die Tendenz zur Integration auf dem Markt der Papierfabriken, die sich weiterentwickelt. Deswegen sind weitere Preisregelungen zu erwarten. Man muss auch dies berücksichtigen, wie die Papierfabriken bereits jetzt die Aufträge realisieren: es gibt keine Reservierungen und die Bestellungen müssen sehr früh im Voraus abgegeben werden, was sich auf die Verfügbarkeit des Rohstoffs auswirkt. Alle oben genannten Umstände beeinflussen direkt die Situation bei den Großhändlern und Druckereien. Sowohl die Konverter als auch ihre Kunden, erwarten die Bedarfsprognosen für wenigstens 3 Monate. Ohne Prognosen wird es keinen Karton mehr geben.

Branche steht unter Preisdruck

Der Verpackungsmarkt steht heute unter enormem Druck. Dieser Druck resultiert nicht nur aus den Preisen von Altpapier, Folien und Klebstoffen, die sich aus einer enormen Preissteigerung von Rohstoffen ergeben, die bei ihrer Herstellung eingesetzt werden, sondern auch aus der Steigerung der Preisen von Arbeit, Energie, Alkohol, Paletten und anderen Hilfsstoffen. Beispiel: im Februar 2021 ist der Klebstoff für Laminate sogar um 15% teurer geworden, ab April wird der Preis um weitere 10% höher. Zurzeit werden auch Umverpackungen teuer, die beim Transport eingesetzt werden. Das Jahr 2020 war auch für die Transportbranche schwierig, die im Rahmen der Verlustkompensierung die Preise stark erhöhen musste, woraus die Preise für die Lieferung der Endprodukte höher sind.

Sorge um die Gesundheit der Mitarbeiter in der Pandemie-Zeit

Nicht ohne Bedeutung bleibt hinsichtlich der Preiserhöhung in der letzten Zeit die Situation, die mit der Verbreitung von Coronavirus zusammenhängt. Die Notwendigkeit der Einführung von Einschränkungen und aller Regelungen, die sich aus der Pandemie ergeben, trug dazu bei, dass die Firmen, darunter auch die Gesellschaften der Akomex-Gruppe, deutlich mehr Geld für Reinigungsmittel und für den Kampf gegen Virus ausgeben müssen. Obwohl dank diesen Ausgaben die Lieferungen kontinuierlich realisiert werden können und beide Standorte der Firma ohne Störungen funktionieren, wird das Budget deutlich überschritten.

Wir machen alles, was wir können

Partnerschaftliche Verhältnisse mit den Kunden waren immer für die Akomex-Gruppe von großer Bedeutung. Trotz verschiedenen Umständen hat sich die Gesellschaft bemüht, ihr Angebot so zu gestalten, dass die Kunden möglichst geringe Folgen der Marktänderungen merken. Nennenswert ist zum Beispiel die Tatsache, dass die Akomex-Gruppe bis jetzt die Preisänderungen bis auf das notwendige Minimum eingeschränkt hat. Auf Grund der allgemeinen Situation auf dem Markt ist heute die Anpassung der Preise der durch die Gruppe hergestellten Produkte an die neue Kostenlage unvermeidbar.

Nennenswert ist auch eine Gefahr, die bei manchen Rohstoffkategorien vorkommt – Unsicherheit hinsichtlich der Möglichkeit der Realisierung der Lieferungen, unabhängig von einer radikalen Preisänderung (wir müssen auch damit rechnen) – unsererseits bemühen wir uns Lagerbestände von Rohstoffen aufrecht zu erhalten, um die Kontinuität der Produktion sicherzustellen, woraus sich abermals höhere Kosten ergeben.

Zukunftsaussichten

Von einer vollständigen Stabilisierung kann bei den Preisen der Verpackungen, die von so vielen Faktoren abhängig sind, nicht die Rede sein. Trotz der ungünstigen Tendenz sucht die Akomex-Gruppe nach Lösungen zur Preisstabilisierung und zur Aufrechterhaltung der Kontinuität der Lieferungen und nach den Optimierungsmöglichkeiten nicht nur im Rahmen der Produktion, sondern auch im Rahmen der Vorbereitungsprozesse und arbeitet dabei eng mit den Kunden zusammen. Dank diesen Optimierungsmaßnahmen können die Preise auf einem zufriedenstellenden Niveau aufrechterhalten bleiben, obwohl die Rohstoff-Preise und die Kosten dynamisch erhöht werden, die einen direkten Einfluss auf die Produktion der Verpackungen haben.